Flirtportal
In diesem Flirtportal haben wir neben den Besonderheiten des Internetflirts und des ersten (Bilnd)Dates auch einige allgemeine Tipps und Infos zum Thema Flirten für Sie bereit gestellt.
 1. Flirten – aber richtig!
Wie Sie Amor Schützehilfe leisten.
Was interessiert uns wirklich am anderen Geschlecht? Stimmen die Klischees der
Mode- und Unterhaltungsindustrie? HaSi hat zu diesem Thema den Experten und Sozialpsychologen Norbert Nüchter
um einen Beitrag gebeten.
Die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Flirt ist die Annahme der eigenen
Persönlichkeit. Sie besteht aus dem äußeren Erscheinungsbild, dem Verhalten
und den persönlichen Einstellungen. Zwar will uns die Konsumgesellschaft und
besonders die Werbeindustrie glauben machen, dass Frauen nur schlank und mit
großen Brüsten und Männer nur groß, mit vollen Haaren und Waschbrettbauch attraktiv
sein könnten; die Realität beweist etwas ganz anderes. Besonders ausgeprägt
scheint dieses Bild des perfekten Menschen unter gleichgeschlechtlichen Flirtpartnern
zu sein. Worauf aber achten Flirtpartner tatsächlich?
Die
Augen sind wichtig
43 % der Frauen und 36 % der Männer achten in erster Linie auf die Augen des
möglichen Flirtpartners oder der Flirtpartnerin. Die Augen sind und bleiben
der magische Punkt im Gesicht des Gegenüber. Immerhin 23 % der Frauen und 14
% der Männer achten auf die Kleidung. Es stimmt also immer noch – Kleider machen
Leute! Frauen legen viel Wert auf gepflegte Hände mit immerhin noch 11 %, wogegen
Männer mit 3 % kaum auf diese für Zärtlichkeiten so wichtigen Extremitäten achten.
Deren Aufmerksamkeit gilt auch eher dem weiblichen Hinterteil mit 9 %, eine
Körperregion, die nur 2 % der Frauen interessiert. Die Frisur interessiert eher
die männlichen Flirter und bei Busen oder Oberkörper, dem Gang und dem Mund
sind sich die Geschlechter in ihrer eher untergeordneten Bedeutung einig. Allein
die Beine einer Frau spielen noch einmal bei 8 % der Männer eine Rolle. Beachten
wir die Bedeutung der Augen, der Kleidung und der Hände und Beine, so ergibt
sich ein deutlicher Hinweis auf die Ausstrahlung, die ein Mensch verbreitet.
Persönlichkeit ist wichtig – nicht schnödes Aussehen. Das Aussehen übrigens
ist vergänglich und die Halbwertzeit trotz Wellness und vermeintlich ewiger
Jugend zu kurz. Der Lack ist nach einer Weile ab. Der erste Eindruck kann binnen
weniger Sekunden vergessen sein, wenn jemand beispielsweise von entwaffnender
Natürlichkeit ist. Unterstützt wird diese Persönlichkeit durch eine eindrucksvolle
Stimme und Gelassenheit. Die Optik ist zwar nett für das erste Kennenlernen,
weil sie tatsächlich ein Türöffner ist. Aber isoliert eingesetzt vollkommen
unbrauchbar.
Viel wichtiger als die Optik ist das, was die Persönlichkeit, die Ausstrahlung,
die Vibration ausmacht, die Authentizität oder Echtheit. Es ist nicht wichtig,
andere zu beeindrucken. Es ist wichtig nicht zu spielen und nicht zu versuchen,
Erwartungen zu erfüllen, sondern einfach nur man selbst zu sein, denn das ist
erotisch. Der amerikanische Neurolinguist Lowell Jay Arthur sieht darin eines
der wichtigsten Grundgesetze der Verführung: „Wir fliegen auf Menschen, die
im Gleichgewicht sind. Die einen eigenen Standpunkt entwickelt haben und diesen
in ihrer Körpersprache spiegeln. Wir sind wie elektrisiert, fühlen uns angezogen
von dieser starken, unverfälschten Ausstrahlung, sie geht unter die Haut und
hinterlässt Abdrücke.“ Ist es Magie anziehend zu wirken? „Quatsch“, sagt Lowell
Jay Arthur in seinem Ratgeber „Das Geheimnis der Anziehung“; denn, so seine
These, jeder könne „magnetisch“ werden und auf andere anziehend wirken, „auch
Sie“. Vorausgesetzt, man kennt die Liebesspiel-Regeln.
Spannend: das erste Date!
Als Mann kennt man die Frauen und als Frau kennt man die Männer. Zum Beispiel
jemand der nicht gerade schön, aber gut abgehangen und erotisch wirkt, wenn
auch erst auf den fünften Blick, ist im klassischen Sinne kein Naturtalent.
Man kann sich das Thema Verführung nämlich auch hart erarbeiten. Männer können
Frauen und Frauen können Männer studieren. Zu wissen, was sie wollen und wie
ich die Männer / Frauen nehmen muss. Beispielsweise indem man ihnen offen sagt,
dass man sie richtig klasse findet. Indem man sie niemals berührt, bevor sie
nicht darum bitten, berührt zu werden. Indem man stundenlang interessiert an
ihren Lippen hängt. Frauen und Männer sagten dazu: „Da ist was dran. Das kann
uns wahnsinnig machen. Ein Mann / eine Frau, der/die so viel Intensität an den
Tag legt ohne Paarungswillen, das hält selbst der schlaueste Mann / die schlaueste
Frau für unmöglich. Und es erzeugt augenblicklich ein Gefühl in ihm / ihr, dem
er / sie gerne erliegt: Er / Sie fühlt sich bis in die Zehenspitzen geschmeichelt,
dass er / sie seinetwegen / ihretwegen nicht nur eine Wunderkerze anzündet,
sondern gleich ein ganzes Feuerwerk abfackelt.
Das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Die Frauen haben im Flirtverkehr
nämlich mächtig aufgeholt und nehmen sich immer öfter, was und wen sie wollen.
Umfragen zufolge haben 75 Prozent der Männer nichts dagegen. Im Gegenteil: „Es
gefällt uns sehr, wenn Frauen ihr Weibchengehabe ablegen und aktiv werden. Waschechte
Verführer haben ein klares Ziel vor Augen und sind bereit, eine Menge zu riskieren.
Eine Ablehnung ist für sie keine Niederlage, sondern eine großartige Gelegenheit,
auch auf diesem Gebiet Erfahrungen zu sammeln. Nie würden sie auf die Idee kommen,
sich künftig nicht mehr aus dem Fenster zu lehnen, aus Angst vor einer klassischen
Breitseite. Die gehört dazu und macht das Spiel erst spannend.
Vielleicht
bis zum Altar?
Richtig interessant sind zudem Menschen, wenn sie nicht nur gut zuhören, sondern
auch noch brillant parlieren können. Wenn sie den Abend mit humoristischen Anekdoten
verkürzen und dabei manchmal sogar ein wenig anzüglich werden. Wer dabei locker
verschmitzt rüberkommt, kann sicher sein, nicht in die Umlaufbahn geschossen
zu werden. Männer jedoch, die auf den ersten Blick sympathisch aussehen, sich
aber für ein Gottesgeschenk an die Frauen halten, haben wenig Chancen . Ihre
Texte haben oft die Qualität von SMS-Liebesschwüren, die deshalb so leicht zu
durchschauen sind, weil sie in Überschallgeschwindigkeit abgesondert werden.
Welche Frau will schon nach fünf Minuten hören, dass ihre Augen die Sterne der
Milchstraße verblassen lassen. Oder welche Frau wird nicht enttäuscht, die es
nach der ersten Verabredung für eine gute Idee hält, einen Tag mit ihr zum Geburtstag
zu verschenken. Das sie dann sparsam schauen wird, wenn der Auserkorene den
Gutschein nicht einlösen will, versteht sich von selbst.
Es gibt in jedem Techtelmechtel den richtigen Zeitpunkt für Alles. Und der ist
im Zweifel eher später als früher, oder wie der Psychoanalytiker Sigmund Freud
gesagt hat: „ Es ist egal was ihr tut, es ist wichtig, wann ihr es tut.“ Nähe
spielt bei uns Menschen eine überragende Rolle. Auch wenn wir sie in der Ferne
kennen lernen. Es mag überraschen, dass 90 Prozent aller Ehen zwischen Menschen
geschlossen werden, die nicht mehr als 30 Kilometer voneinander entfernt geboren
wurden. Und je unähnlicher sich die Partner sind, desto höher wird das Risiko
späterer Unzufriedenheit mit der Beziehung. Wir berauschen uns am Unbekannten
– aber wir vertrauen dem, was wir kennen. Urlaub ist schließlich auch nur sechs
Wochen im Jahr. Braun gebrannt, leicht bekleidet, ; im Urlaub trauen wir uns,
richtig Haut zu zeigen. Entscheiden Sie vorher, was Sie wollen. Wollen Sie ausgelassen
sein oder konkrete Angebote haben? Es ist eine Frage des Blickkontakts. Halten
Sie den länger, wird es heiß – lächeln sie verschmitzt, wird der Spaß signalisiert.
In jedem Fall aber tun Sie immer nur das, was Sie wollen.
Viel Erfolg und Spaß
- vor allem in Ihren Flirts!
Ihr
Norbert P. Nüchter, M.A.
HP f. Psychotherapie
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